Hof-Konzert

Am 10. September sind wir beim Höfe-Fest Großenzersdorf zu Gast. Von 14.00 – 14.45 Uhr spielen wir unser Liederprogramm „ongeshikert“ und von 15.00 – 15.30 Uhr gibt es Gelegenheit zum Tanzen. Jeweils im Hof Rathausstraße 7, dem Tanzhof.

Freiluft-Konzert im Augarten

Im Sommer bietet es sich an, Musik unter freiem Himmel zu genießen. Zahlreiche Sommer-Konzert-Reihen beweisen das. Ein ganz spezielles Ambiente bietet dazu der Garten des Filmarchivs am Augartenspitz. Als Vorprogramm zum Freiluft-Kino Kino wie noch nie gibt es heuer ein Begleitprogramm unter dem Motto „Das gute Leben“. Dazu zählen Konzerte und viele andere Veranstaltungen. Das genaue Programm findet man auf der Seite Kinowienochnie.at. Wir spielen am 20. Juli unser Instrumental-Programm mit Klezmer-Musik. Beginn ist 20.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten. (Um zum Vorprogramm zu kommen, muss man keine Kino-Karte kaufen!).

20. Juli, Garten des Filmarchivs (Eingang beim MuTh, Obere Augartenstr. 1, 1020 Wien), 20.00 bis 21.00 Uhr

Scheingefecht der Schwiegermütter

Artikel von Klaus Huber in den Oberösterreichischen Nachrichten vom 26.11.15

Die Ahnen werden besänftigt (Bild: E. Winkler)
Die Ahnen werden besänftigt (Bild: E. Winkler)

An diesem Tag löst sich die strenge Ordnung der Sitzreihen auf. Das Publikum sitzt rund um eine freie Fläche, der elegante Konzertsaal mutiert zum Tanzboden. Die Bühne bleibt leer, die Musiker spielen ohne Verstärker in Reichweite der Zuhörer und Tänzer. Lustvolles Musizieren schadet nicht dem Niveau, wenn nur die Richtigen am Werke sind. Bei „Musik der Völker“ überzeugte das Mühlviertler Quintett, dem Saiten-, Blas- und Tasteninstrumente gehorchen und auch die Stimmen nicht versagen. Seine Version des Kuahmelcher-Jodlers, eines Prunkstücks alpenländischer Volksmusik, sorgte für Gänsehaut und andächtiges Staunen an einem ansonsten fröhlich ausgelassenen Tanzabend.

Das Prädikat „außergewöhnlich“ verdient sich dieser Kathreintanz auch dank Pallawatsch. Diesen mit Wirrwarr gleichzusetzenden Namen trägt ein Wiener Klezmer-Ensemble mit prall gefülltem Vorrat an jiddischen Melodien und Tänzen. Tanzleiterin Eva Pankratz vermittelt selbst Ahnungslosen rasch die Grundbegriffe unbekannter Schrittfolgen.

Daraus entwickeln sich Tänze zu ebenso ungewohnten Tonfolgen, denn die osteuropäisch inspirierte, in ihrem Ursprung jiddische Klezmer-Musik kennt keine Tonleitern, wie sie uns in Fleisch und Blut übergegangen sind. Ihr Tonmaterial ist etwa in einer solchen „Skala“ notiert: d – es – fis – g – a – b – c – d … Klimpern wir’s am Klavier – was für eine spannende Tonreihe!

Zu solchen Tönen entspinnt sich der „Brojges-Tanz“ (brojges = böse), ein pantomimischer Streit- und Versöhnungstanz der Brautmutter mit der Bräutigammutter. Er soll die Ahnen zweier Familien besänftigen, die jetzt durch eine Heirat verbunden werden. Was immer zwischen ihnen vorgefallen sein mag, wird damit für immer ausgeräumt.

Der Tanz verwandelt Aggression in Versöhnung – und ist ein köstliches Schauspiel für alle Umstehenden, wenn die beiden Schwiegermütter scheinbar aufeinander losgehen.

http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Scheingefecht-der-Schwiegermuetter;art16,2041940